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Sonntag, 18. Dezember 2011
100 Jahre Rathaus Brixen
rathaus2 Jubiläum mit Festakt im Ratssaal gefeiert                                                                

Mit einem Festakt im historischen Ratssaal feierte die Brixner Gemeindeverwaltung heute das 100-jährige Jubiläum des Ankaufs des Rathauses durch die Stadt. Vor etwas mehr als 100 Jahren hatte sich an derselben Stelle noch ein schlichtes Bürgerhaus befand - die Mehl- und Viktualienhandlung Joseph Oberhaidacher. Erst als das Haus in einer Zeit des Aufbruchs um 1895 an den k.k. Hofrat Ferdinand Kaltenegger verkauft wurde, erhielt der Bau sein mittelalterliches Erscheinungsbild im Stil des späten Historismus: etwa den Turm und die Zinnenbrüstung oder die reiche Wandtäfelung sowie die Balkendecke, welche vor allem der Vorhalle des zweiten Stockes eine leicht düstere Atmosphäre verleihen. Seinem neuen Wohnsitz verlieh der Hofrat den phantasievollen Namen „Schloss Taurenstein“. Als Kaltenegger 1911 starb, bot seine Tochter das Haus sogleich der Stadt zum Kauf an. Für diese kam das Angebot gerade zum rechten Zeitpunkt, denn endlich ergab sich die Gelegenheit, eine herrschaftliche Residenz als großzügigen und würdevollen Sitz für die Gemeindeverwaltung zu erwerben – und dies auch noch zu einem günstigen Preis. Am 29. November 1911 wurde der Kaufvertrag unterschrieben.

Bürgermeister Albert Pürgstaller konnte zur Feierstunde zahlreiche ehemalige Stadtverwalter, allen voran Ehrenbürger und Altbürgermeister Zeno Giacomuzzi sowie die Frau seines verstorbenen Vorgängers Klaus Seebacher Ingrid Seebacher, begrüßen. Wie kein anderes Haus in der Stadt sei das Rathaus ein Ort der Begegnung und des Dialogs, sagte Pürgstaller. Hier wurden in 100 Jahren Schlüsselentscheidungen getroffen, harte Diskussionen geführt, aber auch viele Freundschaften geschlossen. Kaum eine Gemeinde könne sich über einen so repräsentativen Sitz freuen, betonte der Bürgermeister, der aber auch darauf hinwies, dass das Haus im Laufe der Jahrzehnte immer wieder an seine räumlichen Grenzen gestoßen sei, weshalb in den letzten Jahren einige Dienste in andere Gebäude umgesiedelt sind. In den kommenden Jahren werde es Adaptierungsarbeiten für den Ratssaal und auch für die derzeit ungenutzte wunderschöne Dachterrasse geben, von der aus man einen herrlichen Blick auf die Stadt genießt. Stadtarchivar Hubert Mock ging auf die Geschichte des Hauses ein. Es sei faszinierend, so Mock, dass die Stadtverwaltung vor 100 Jahren ein Haus an der Nahtstelle zwischen dem bürgerlichen und geistlichen Brixen erwerben konnte, in dem der vorhergehende Hausherr – Ferdinand Kaltenegger - die Stadtgeschichte bereits auf eindrückliche Weise inszeniert hatte (im zweiten Stock befinden sich nämlich zahlreiche Wandgemälde, auf denen in Anlehnung an den Festumzug zum 1000-jährigen Jubiläum der Stadt im Jahre 1901, Szenen aus der Stadtgeschichte nachgebildet sind). Landeskonservator Leo Andergassen beleuchtete das Rathaus aus künstlerischer und architektonischer Sicht.

Zahlreiche Brixnerinnen und Brixner waren der Einladung der Verwaltung gefolgt und nutzten die Gelegenheit, einen Blick in die verschiedenen Räumlichkeiten des Hauses zu werfen. Passend zur Weihnachtszeit wurden an verschiedenen Stellen im Haus Tee und Kekse angeboten.

 
Mittwoch, 8. November 2017

Die Stadt Brixen folgt mit der internationalen Auszeichnung „Alpenstadt des Jahres“ den Städten Tolmezzo (I/2017), Tolmin (Sl/2016) und Chamonix (F/2015)


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