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Donnerstag, 12. Januar 2012
Projekt „StadtBergBahn“
forum-seilbahn Bürger nutzen Chance zur Mitsprache.

Das geplante Seilbahnprojekt von Brixen nach St. Andrä, die „StadtBergBahn“, ist den Eisacktalern offenbar ein Herzensanliegen: Geradezu überwältigend war das Publikumsinteresse beim gestrigen Bürgerabend im Forum Brixen. Mehr als 500 Besucher nahmen die Gelegenheit wahr, um sich zu informieren und konstruktiv einzubringen.

„Wir wollen zeigen, dass wir die öffentliche Diskussion nicht scheuen“, sagte Brixens Bürgermeister Albert Pürgstaller zum Auftakt der Veranstaltung. „Die Bürger sollen ihre Meinung äußern dürfen, bevor es zu einer definitiven Entscheidung kommt, da es für ein Projekt dieser Größenordnung einen möglichst breiten Konsens braucht.“ Daraufhin legte Pürgstaller einige Argumente vor, die für den Bau der Seilbahn nach St. Andrä sprechen: „Die Brixner erreichen in wenigen Minuten einen interessanten Naherholungsraum im Mittelgebirge, die Stadt direkt mit ihrem Hausberg, der Plose, verbunden. Das bedeutet ein Plus für alle Bewohner der Stadt“, ist er überzeugt. Zudem leistet die „StadtBergBahn“ einen Beitrag zu weniger Verkehr in der Innenstadt, weil sie auch von Pendlern täglich genutzt werden könne.
Einen starken Impuls erwartet sich Pürgstaller auch für den Tourismus: „Die Bahn ist eine Attraktion mehr für Brixen und kann dem Tourismus zu einem deutlichen Aufschwung verhelfen.“ Nicht zuletzt könne auch die Ski- und Wanderregion Plose von der Seilbahn profitieren und deren Zukunft auch für kommende Generationen gesichert werden. Die 3S-Bahn (Großkabinenumlaufbahn) soll im Ganzjahresbetrieb bis zu 1800 Personen pro Stunde befördern und auf einer Strecke von rund vier Kilometern knapp 500 Höhenmeter überwinden.
Ein glühender Verfechter des Projektes ist Mobilitätslandesrat Thomas Widmann, der die Bahn als „Riesenchance für die qualitative Entwicklung“ des Eisacktales bezeichnete. Seiner Ansicht nach würde der Nutzen die Kosten für Bau und Instandhaltung bei weitem überragen: „Ersten Schätzungen zufolge sind Anfangsinvestitionen in Höhe von 20 bis 30 Millionen Euro fällig, die Wertschöpfung wird aber im Bereich von mehreren hundert Millionen Euro in den ersten zehn Jahren liegen.“ Zudem gliedere sich die „StadtBergBahn“ optimal in das bestehende Nahverkehrsnetz ein: „Nach dem erfolgten Ausbau der Bus- und Bahnverbindungen, der Einführung des Südtirol-Taktes, dem Ankauf von neuem und attraktivem Rollmaterial haben die Nutzerzahlen im öffentlichen Nahverkehr stark zugenommen, mit steigendem Trend gerade auch in der Freizeit. Die Seilbahn würde dieses Gesamtkonzept der sanften Mobilität vervollständigen“, meinte der Landesrat, der an den Publikumserfolg der Vinschger Bahn, der neuen Rittner Seilbahn, der Pustertaler Bahn und der City-Busse erinnerte. Alle Projekte hätten die anfänglichen Erwartungen bei weitem übertroffen, der öffentliche Nahverkehr habe daher enormes Entwicklungspotenzial.
Nach den Worten von Pürgstaller und Widmann machte sich im Forum Brixen ein Klima der Zustimmung zum Projekt breit, das sich in überwiegend positiven Wortmeldungen manifestierte. Im nächsten Teil sollte es daher vordergründig um die Diskussion rund um die Wahl des richtigen Standortes gehen. Mit dieser Frage beschäftigte sich in den vergangenen zwei Jahren auch eine Arbeitsgruppe unter der Leitung des Schweizer Verkehrsplaners Stephan Besier. Zusammen mit Technikern und Vertretern aus Wirtschaft und Politik evaluierte Besier folgende Standorte: Disco „Max“, Eisstadion, Acquarena, Schenoni, Parkhaus, Bahnhof und Sportzone Milland. „Wir haben jeden einzelnen Standort anhand von 40 Kriterien bewertet und sind schließlich zu einer Empfehlung für den Bahnhof gelangt, da er entscheidende Vorteile aufweist.“ Unter anderem spreche für den Standort Bahnhof als Talstation, dass die Flächen bald verfügbar wären – früher als etwa bei der zweiten Option Parkhaus -, eine Mobilitätsdrehscheibe an einem Ort entstehen würde und auch das Zentrum nahe gelegen sei. Als Ausweichvariante nannte Besier das Areal bei der Disco „Max“.

Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe wurden anschließend zur Diskussion gestellt. Die anwesenden Bürger konnten ihre Anliegen und Bedenken direkt an die Projektbeteiligten richten, die wiederum bemüht waren, Antworten auf die zahlreichen Publikumsfragen zu finden. „Aus zeitlichen Gründen konnte leider nicht jede Wortmeldung berücksichtigt werden“, so Pürgstaller. Er verwies jedoch auf den zweiten Bürgerabend, der bereits am nächsten Mittwoch (18. Jänner) um 19.45 Uhr im Vereinshaus von St. Andrä stattfinden wird. Wer auch da nicht zum Zuge komme, könne sich jederzeit an die Gemeinde Brixen wenden. „Alle Anliegen aus der Bevölkerung werden von einer eigens eingerichteten Arbeitsgruppe gesammelt und im Detail behandelt“, verspricht Pürgstaller. „Wir haben den Weg des Dialogs begonnen und wollen ihn auch weitergehen.“

 
Mittwoch, 8. November 2017

Die Stadt Brixen folgt mit der internationalen Auszeichnung „Alpenstadt des Jahres“ den Städten Tolmezzo (I/2017), Tolmin (Sl/2016) und Chamonix (F/2015)


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