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News

Donnerstag, 23. Februar 2012
Bürgerheim als Wohngruppenmodell
buergerheim Wie kann die Seniorenpflege und –betreuung optimal an den Anforderungen der Betreuten und deren Angehörigen ausgerichtet werden und welchen Qualitätssprung ermöglichen neue Betreuungsmodelle? Mit dieser Frage beschäftigte sich heute Vormittag der Brixner Stadtrat im Rahmen seiner wöchentlichen Sitzung, bei der Helmut Pranter, Direktor des Bürgerheims, den Stadträten Leitlinien für neue Wohnmodelle im Alter vorstellte.

Hausgemeinschaft mit Familienleben
Pranter präsentierte dabei das sogenannte Wohngruppenmodell, das sich bereits in vielen europäischen Ländern als Betreuungsstandard etabliert hat und durch die Einrichtung von überschaubaren Wohnstrukturen mehr Qualität in der Betreuung und Alltagsgestaltung pflegebedürftiger Personen gewährleistet. Dem Wohngruppenmodell liegt das sogenannte Normalitätsprinzip als Leitgedanke zugrunde. Demnach sollen die Betreuten in einem familiären Umfeld Normalität und Geborgenheit erleben und damit mehr Lebensqualität genießen. Durch alltagsnahe Aktivitäten (wie etwa Tätigkeiten „rund um den Herd“) und eine kleinräumige Strukturierung mit familienähnlichen Gruppen sollen die Betreuten an alte Gewohnheiten in einer neuen, wenn auch gewohnten Umgebung anknüpfen können. Die Architektur einer solchen Wohngruppe orientiert sich an der Individualität der Bewohner/innen mit eigenen Appartements bzw. Einzelzimmern, die um eine sogenannte „lebendige Mitte“ angeordnet sind. Zu dieser können eine offene Wohnküche, ein Ess- und Wohnzimmer oder auch ein Hauswirtschaftsraum gehören. Somit haben die Bewohner/innen sowohl Möglichkeiten zur Teilnahme, Teilhabe und Geselligkeit am Leben in der Einrichtung, verfügen aber auch über einen Ort des Rückzugs.

Sinngebung und Ressourcenförderung
Auch der Pflegeansatz ändert sich im Wohngruppenmodell: Soviel Selbständigkeit wie möglich, soviel Pflege und Hilfe wie nötig lautet das Motto, wonach die Pflege nach individuellem Bedarf und tatsächlicher Notwendigkeit bemessen werden soll. Durch die Förderung der Selbständigkeit und die Aktivierung der betreuten Personen könnte nach den Erfahrungen anderer europäischer Länder auch Potential für Kosteneinsparungen freigesetzt werden, so Pranter. Auch die Einbindung und Teilhabe der Angehörigen funktioniere in diesen Betreuungsmodellen besser als in herkömmlichen Pflegestrukturen.

Präsident Zeno Giacomuzzi wies darauf hin, dass das Brixner Bürgerheim aus den 70er Jahre stammt, und in nächster Zukunft ein Umbau bzw. eine Erweiterung auf jeden Fall notwendig seien. Es gelte nun zu überlegen, welche Betreuungsmodelle für die Zukunft angewandt werden sollen, um dann die Weichen für alle weiteren Entscheidungen zu stellen. Mit dieser Frage wird sich der Stadtrat in den kommenden Monaten auseinandersetzen.

 
Mittwoch, 8. November 2017

Die Stadt Brixen folgt mit der internationalen Auszeichnung „Alpenstadt des Jahres“ den Städten Tolmezzo (I/2017), Tolmin (Sl/2016) und Chamonix (F/2015)


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