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Montag, 9. Mai 2016
Fischereiverein Eisacktal reinigt Eisackufer
fischer-pescatori-mit-con-stadtrat-unterrainer-und-e-michele-bellucco-3 Wer den Eisackdamm entlang spaziert, kennt das Problem: In Ufernähe liegen Spritzen, Hundekotsäckchen, Sperrmüll wie Fahrräder oder Kinderwägen – also Abfall aller Art, den Mitbürger achtlos entsorgen.

„Das Beseitigen des Mülls in unmittelbarer Nähe des Flusses ist aufwändig und nicht ungefährlich. Deswegen musste die Stadtwerke Brixen AG die jährliche Reinigung in der Vergangenheit an spezialisierte Firmen abgeben“, sagt Michele Bellucco, der Leiter der Umweltdienste.

In diesem Jahr fand sich eine effiziente und öffentlichkeitswirksame Lösung: Am 7. Mai säuberten rund fünfzehn ehrenamtliche Mitglieder des Fischereivereins Eisacktal innerhalb weniger Stunden den Abschnitt zwischen der Mündung des Schalderer Bachs in den Eisack und dem südlichen Ende der Industriezone Brixen im Bereich Progress sowie den Abschnitt bis zur Andreas-Hofer-Brücke in der Rienzschlucht, technisch unterstützt von der Stadtwerke Brixen AG.

Bereits in den vergangenen Jahren koordinierte der Landesfischereiverband Säuberungsaktionen, an denen sich der Fischereiverein Eisacktal beteiligte. In diesem Jahr nahm der Fischereiverein Eisacktal mit der Reinigung des Flussufers an der Aktion „Let’s Clean Up Europe“ teil. Das Komitee der Europäischen Woche zur Abfallvermeidung (EWWR) organisierte die europaweite Aktion vom 6. bis 8. Mai heuer zum dritten Mal. Ziel der Aktion ist es, die Bürger für das Problem „Littering“, also die Vermüllung der Landschaft durch achtloses Wegwerfen und Liegenlassen von Abfall, zu sensibilisieren.

„Da Respekt vor der Umwelt zentraler Teil unseres Leitbildes ist, nutzen wir diese Aktion, um dem Thema mehr Sichtbarkeit zu geben und das Verhalten der Menschen positiv zu beeinflussen“, sagt Rudi Messner vom Vorstand des Fischereivereins Eisacktal.

Bilanz der Aktion? Die Waage der Stadtwerke Brixen AG zeigte insgesamt 800 kg an. Zwischengelagert im Recyclinghof Brixen, wird der Abfall nun fachgerecht entsorgt.

„Wir sprechen hier nicht nur von einem ästhetischen Problem“, erklärt Stadtrat Josef Unterrainer. „Je nachdem, welche Art von Müll hinterlassen wird, entstehen auch hygienische und ökologische Gefahren. Wir möchten das Bewusstsein dafür schärfen, dass zum Beispiel auch ein weggeworfener Zigarettenstummel eine ernstzunehmende Umweltbelastung darstellt. Eine einzige Kippe kann mit ihrem Mix aus Toxinen zwischen 40 und 60 Liter sauberes Grundwasser verunreinigen. Es dauert mindestens zwei Jahre, bis die Filter zerfallen. Die Gemeindeverwaltung von Brixen dankt dem Fischereiverein Eisacktal und den Stadtwerken für ihren Einsatz und hofft, dass die Sensibilisierungskampagne Früchte trägt.“

 
Mittwoch, 8. November 2017

Die Stadt Brixen folgt mit der internationalen Auszeichnung „Alpenstadt des Jahres“ den Städten Tolmezzo (I/2017), Tolmin (Sl/2016) und Chamonix (F/2015)


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