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Freitag, 5. Januar 2018
Brixen nimmt am europäischen Austausch zur Inklusion in Regensburg teil
ib001a Brixen leistet Vorbildarbeit in Bezug auf die Inklusion von Menschen mit Behinderung

Eine Brixner Delegation aus Verantwortlichen der Gemeindeverwaltung und der Bezirksgemeinschaft machte sich kürzlich auf den Weg nach Regensburg. In der Partnerstadt fand der viertägige Erste Runde Tisch zur Inklusion statt - ein Austausch von fünf europäischen Städten zu Konzepten und Wertehaltungen in Bezug auf die Inklusion von Menschen mit Behinderung.

Der Erste Runde Tisch Inklusion in Regensburg hatte es sich zum Ziel gesetzt, einen Überblick darüber zu geben, wie unterschiedlich die Rechte für Menschen mit Behinderung in Europa im Rahmen der geltenden staatlichen Gesetze umgesetzt werden. Anwesend waren politisch Verantwortliche und Fachexperten aus Regensburg und den Partnerstädten Brixen, Clermont-Ferrand (F), Budavar/Budapest (H), Odessa (UA) und Pilsen (CZ).

Die Brixner Delegation setzte sich zusammen aus Stadträtin Monika Leitner, der Leiterin des Amtes für Fürsorge Alessandra Scorrano, Hermann Popodi sowie Carmen Messner, der Leiterin der Sozialstruktur Seeburg der Bezirksgemeinschaft.

Die Städte Brixen, Regensburg und Clermont-Ferrand stellten Konzepte und Maßnahmen vor, aus denen sich erkennen ließ, dass die Belange von Menschen mit Behinderung seit Jahrzehnten bereits in der Gesetzgebung verankert und gut fortgeschritten sind. Beispielhaft etwa zeigte der Brixner Vortrag auf, dass Italien bereits in den 70er Jahren mit der Abschaffung der Sonderschulen Vorbildarbeit geleistet hat. In Frankreich gibt es diese seit 2005 nicht mehr, während in allen anderen Partnerstädten diese immer noch vorhanden sind.

In Brixen trifft sich die politische Interessensvertretung der Arbeitsgruppe Menschen mit Behinderung monatlich und arbeitet Maßnahmen aus, die Barrierefreiheit in der Stadt zum Ziel haben. Ebenso wurde die praktische Arbeit der Brixner Seeburg vorgestellt, einer Einrichtung für Menschen mit schweren Funktionsstörungen.

Budapest, Odessa und Pilsen, wo die Inklusionsbemühungen noch sehr viel jünger sind, stellten Sonderschulkonzepte, Internate und Begleitdienste für Menschen mit körperlichen Behinderungen vor.

Bereichert wurde der Erste Runde Tisch Inklusion durch Fachbeiträge der Ostbayerischen Technischen Universität.

Irmgard Badura, Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung und Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer freuten sich über die gelungene Konferenz, die der Regensburger Inklusionsbeauftragte Frank Reinel organisiert hatte.

„Die Teilnahme an der Konferenz hat uns vor allem bestätigt, dass Inklusion in den Köpfen stattfindet. Was bei uns schon längst zum Alltag gehört, ist im Osten Europas zum Teil noch schwer vorstellbar. Insgesamt hat uns der Vergleich mit anderen, weit größeren europäischen Städten gezeigt, dass wir in Brixen auf einem guten Weg sind“, meint Stadträtin Monika Leitner.

Im Foto v.l.n.r: Stadträtin Monika Leitner, Irmgard Badura, Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, Frank Reinel, Inklusionsbeauftragter der Stadt Regensburg, Hermann Popodi und Alessandra Scorrano, Gemeinde Brixen, Carmen Messner, Sozialeinrichtung Seeburg

 
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