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Brixen im Dialog

Dienstag, 20. November 2012
Wenn das Glücksspiel zur Spielsucht wird
brixen-im-dialog-klein Am Freitag, 16. November, fand eine weitere Veranstaltung in der Reihe “Brixen im Dialog” statt, welche von der Gemeinde Brixen und der Freien Universität Bozen gemeinsam organisiert wird, und im Saal der Raiffeisenkasse Eisacktal stattfand. Diesmal ging es um das brandaktuelle Thema Spielsucht, welches bereits seit geraumer Zeit die Menschen beschäftigt, aber gerade mit dem neuen Landesgesetz wieder an Aktualität gewonnen hat.

Die Veranstaltung hatte einen klaren Fokus auf die Bedürfnisse der Stadt Brixen, zu deren Hauptaufgaben es zählt, für die Sicherheit ihrer Bürgerinnen und Bürger zu sorgen. Der Bozner Rechtsanwalt Hartmann Reichhalter hat dazu angemerkt, dass dieser Schutz in erster Linie für Minderjährigen vorgesehen ist. Der Gesetzgeber bleibt also vage, wenn es darum geht, andere Altersgruppen vor der Spielsucht zu schützen.

Andererseits hat Prof. Salvatore Giacomuzzi von der Freien Universität Bozen betont, dass jeder und jede für sich selbst verantwortlich ist. Es sei beizeiten populär, Unterschriftenaktionen gegen Spielhallen zu starten und deren Ergebnisse dann bei den örtlichen Volksvertreterinnen und -vertreter zu deponieren. Aber wenn ein Mensch wirklich spielen will, kann ihm und ihr das niemand verbieten. Viel eher greifen schon präventive Maßnahmen und hier sind Schulen und Eltern gleichermaßen gefordert, wie Elisabeth Flöss, Direktorin des Schulsprengels Brixen-Milland, hervorhob.

Absicherung und Hilfe für betroffene Angehörige gibt es unter anderem bei der Schuldnerberatung, wie Christa Ladurner vom Forum Prävention unterstrich. Hier gilt aber auch das Prinzip der Eigeninitiative: Es kann nur dann geholfen werden, wenn sich jemand helfen lässt bzw. um Hilfe bittet. Dies gilt sowohl für Spielsüchtige als auch Angehörige und Freunde, welche von der Sucht eines anderen direkt oder indirekt betroffen sind.

"Eigenverantwortung geht vor drakonischen Maßnahmen der öffentlichen Hand. Diese soll aber dort zum tragen kommen, wo es um die Sicherheit unserer Kinder und Jugendlichen geht," resümierte Bürgermeister Albert Pürgstaller am Ende der Veranstaltung, welche für durchaus mehr Besucherinnen und Besucher interessant und informativ gewesen wäre.

 
Mittwoch, 8. November 2017

Die Stadt Brixen folgt mit der internationalen Auszeichnung „Alpenstadt des Jahres“ den Städten Tolmezzo (I/2017), Tolmin (Sl/2016) und Chamonix (F/2015)


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