... ... ...

Brixen im Dialog

Montag, 13. Mai 2013
Eurokrise: "Wo ist unser Geld geblieben?"
picture-056-klein Der vergangene 9. Mai war nicht irgendein Tag, der zufällig zwischen den zahlreichen Florianifeiern und Pfingstfesten fiel. Es war jener Tag, der seit 1986 als Europatag gefeiert wird, und somit an die Rede Robert Schumans erinnerte, in dem er seine Vorstellungen zu einer europäischen Integration darlegte.

Die Gemeinde Brixen und die Freie Universität Bozen haben diesen Tag zum Anlass genommen, das wohl bekannteste und bedeutendste Symbol des europäischen Einigungsprozesses, die Einheitswährung Euro, in den Mittelpunkt einer weiteren Ausgabe der Diskussionsreihe Brixen im Dialog zu stellen. „Müssen wir unseren Umgang mit Geld nach der Eurokrise überdenken?“, fragte der Titel der Veranstaltung, der über 80 Besucherinnen und Besucher aus dem ganzen Eisacktal in die Fakultät für Bildungswissenschaften lockte, um von einer hochkarätigen Expertenrunde Antworten auf diese und andere Fragen rund um die andauernde Eurokrise zu erhalten.

Nach Grußworten von Stadträtin Magdalena Amhof und Impulsreferaten von den Mitgliedern des Wirtschafts- und Finanzausschusses des Europäischen Parlaments Sven Giegold (Grüne/EFA) und Herbert Dorfmann (EVP), folgte eine angeregte Debatte über den derzeitigen Stand der Eurokrise, vor allem aber über die Rolle der Banken bei der Ursache und der Bewältigung der Eurokrise.

Alexander Schrott, Leiter der Marktregion Eisacktal der Südtiroler Sparkasse, betonte, dass man zwischen Groß- und Kleinbanken unterscheiden müsse. Während Großbanken durchaus zur gegenwärtigen Eurokrise beigetragen haben, sind es vor allem die Kleinbanken, welche regionale Kreisläufe stärken anstatt sich auf risikoreiche Spekulationen einzulassen.

Sozialwissenschaftlerin Susanne Elsen von der Freien Universität Bozen pflichtete dem bei und fügte hinzu, dass Südtirol in dieser Hinsicht exemplarisch entwickelt habe. Theologe Don Paolo Renner, Dekan der Philosophisch-Theologische Hochschule, appellierte bei allem Verständnis für den Unmut gegenüber Großbanken doch an die Eigenverantwortung eines jeden gegenüber sich selbst und gegenüber seinen Nächsten. Geld ist genauso wie die Europäische Union nicht bloß ein Mittel zum Zweck, sondern etwas womit es gilt verantwortlich umzugehen.

Der Diskussionsabend bot auch Gelegenheit, die Rolle des Brixner Europa-Gemeinderats Andreas Pichler in einem öffentlichen Rahmen vorzustellen. Die Aufgabe des Europa-Gemeinderates besteht darin, Europa den Bürgerinnen und Bürgern näher zu bringen, spürbar zu machen und europäisches Bewusstsein zu wecken.

Die nächste Ausgabe von Brixen im Dialog wird laut Organisator Philipp Frener im Oktober stattfinden.

Im Foto (v.l.n.r.): Alexander Schrott, Susanne Elsen, Moderator Arno Schneider, Sven Giegold (mit Dolmetscherin), Paolo Renner und Herbert Dorfmann.

 
Mittwoch, 8. November 2017

Die Stadt Brixen folgt mit der internationalen Auszeichnung „Alpenstadt des Jahres“ den Städten Tolmezzo (I/2017), Tolmin (Sl/2016) und Chamonix (F/2015)


>>>>>

alpenstadt-impulsworkshop
Gemeinde Brixen | Große Lauben, 5 | I-39042 Brixen | Südtirol-Italien | Tel. +39 0472 062000 | Fax +39 0472 062022 | info@brixen.it | brixen.bressanone@legalmail.it ...