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Brixen im Dialog

Dienstag, 8. April 2014
Tourismus als Gemeinschaftsprojekt
tourismus-3 Letzte Woche war es wieder soweit. Die Gemeinde Brixen und die Freie Universität Bozen luden zu ihrer heurigen ersten Ausgabe von „Brixen im Dialog“ in den Brixner Volksbanksaal. Das Thema – „Wie viel ist Brixen der Tourismus wert?“ – fand sehr großen Zuspruch: Viele Brixnerinnen und Brixner, aber auch Interessierte aus anderen Gemeinden, nahmen an der Veranstaltung teil. Insgesamt verfolgten über 100 Personen die Podiumsdiskussion.

„Wir vermissen eine Gesamtsicht auf die Zukunft des Tourismus in Brixen, und wir vermissen jene gemeinsame Kraftanstrengung, die es braucht, um Brixen zu nachhaltiger und lang anhaltender touristischer Attraktivität zu verhelfen“. Mit diesen Worten läutete Wirtschafts- und Tourismusstadtrat Peter Brunner zusammen mit dem Dekan der Fakultät für Bildungswissenschaften Franz Comploi die Podiumsdiskussion ein.

Otmar Michaeler von Michaeler&Partner stellte in seinen Ausführungen ganz klar fest, dass Brixen Investitionen und Produkte brauche, die wie „Leuchttürme“ über Brixen hinaus wirken. „Ohne Investitionen gibt es keinen Tourismus“, so Michaeler prägnant.

Thomas Plank von der Südtiroler Marketing Gesellschaft SMG sieht Brixens Aufgabe in der Positionierung von Brixen und seinem Umfeld. „Brixen muss Begehrlichkeiten wecken“, so Plank. Alle Akteure müssen ihren Teil dazu beitragen, Brixen zu einem begehrten Ort zu machen, an dem sich Einheimische wie Gäste wohlfühlen, so Plank.

In dieselbe Kerbe schlugen auch Markus Huber, Präsident des HGV Brixen, und Federico Bruccoleri, Marketing-Leiter der Ferienregion Arabba-Fodom. Beide betonten, dass sich der Tourismus in Brixen nur dann optimal entwickeln könne, wenn er von der gesamten Bevölkerung getragen wird und alle relevanten Akteure eng zusammenarbeiten.

Zusammenarbeit ist schon allein deshalb wichtig, weil sich der Erfolg der Marke Südtirol ungleich auf das Land verteilt hat. „Während Südtirol als ganzes sich in den letzten Jahren außerordentlich stark auf dem touristischen Markt präsentieren konnte, haben die hiesigen Städte bislang kaum etwas von diesem Erfolg verspürt“, rief Georg Lun vom Wirtschaftsforschungsinstitut der Handelskammer Bozen in Erinnerung.

Dass die Sichtweise von Außen für die touristische Entwicklung Brixens genauso wichtig ist wie die Eigenperzeption, davon ist Universitätsprofessor Oswin Maurer überzeugt. Er mahnte die Träger der Marke Brixen nicht nur auf Logos und Bilder zu setzen, sondern die inneren Werte der Marke zu stärken.

Genau für diese Sichtweise von Außen sorgte der Junghotelier Stefan Hinteregger vom Hotel Rosalpina in Palmschoss. Nach vielen Jahren im Ausland hat er sich entschlossen, wieder nach Brixen zurückzukehren, nicht allein deshalb, so Hinteregger, „weil die Stadt mit ihrer Umgebung unwahrscheinliches touristisches Potential in sich birgt und die Menschen hierzulande einen Charakter besitzen, der Gäste von Außen unheimlich anspricht“.

Die lebendige Diskussion, zu der zahlreiche Wortmeldungen aus dem Publikum beigetragen haben, hat gezeigt, dass Tourismus mehr ist als Einzelprojekte, über deren Realisierung oft emotional debattiert wird. Es herrschte großer Konsens darüber, dass Tourismus als Gesamtvision gesehen werden muss, die nur mit vereinten Kräften realisiert werden kann.

>> Präsentation Otmar Michaeler

>> Präsentation Thomas Plank

 
Mittwoch, 8. November 2017

Die Stadt Brixen folgt mit der internationalen Auszeichnung „Alpenstadt des Jahres“ den Städten Tolmezzo (I/2017), Tolmin (Sl/2016) und Chamonix (F/2015)


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