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Respekt

Mit der Publikation "WE - WIR - NOI" will die Gemeinde Brixen den Sachbeschädigungen im öffentlichen und privaten Raum entgegen wirken. Ein Plädoyer für ein respektvolles Miteinander und ein Bewusstsein um den Wert unserer Stadt.

Einleitung von Stadtrat Thomas Schraffl, Stadtrat für öffentliche Bauten, Mobilität und Sicherheit

Ein Fahrrad im Bachbett, zertrümmerte Blumenvasen, ein beschmierter Gartenzaun, umgerissene Straßenschilder: Der Schauplatz ist Brixen, an einem beliebigen Samstag oder Sonntag Morgen. Im Fokus stehen besonders die Viertel im Süden, die Zone rund um den Bahnhof, aber auch die Altstadt und die Wohngebiete entlang des Eisacks. In der „idyllischen Kleinstadt“ scheint irgendetwas nicht zu stimmen, sobald die Sonne untergeht. Und dieses „irgendetwas“ ist schwer zu greifen, zumal es keine offensichtlichen Gründe gibt, warum sich manche Energien derart entladen.

Wir wissen als Gemeinde um die Problematik der nächtlichen Sachbeschädigungen, besonders am Wochenende, und wir sind bemüht, unsere Kontroll- und Überwachungstätigkeit zu verstärken und wo nötig zu intervenieren. Genauso wichtig aber ist es uns, hinter die Dinge zu schauen und zu verstehen, aufzuklären und zu sensibilisieren. Gemeinsam mit dem Jugendgemeinderat haben wir uns deshalb die Frage gestellt, welche Art von Informationsarbeit wir zum Thema Sachbeschädigung und Vandalismus leisten können. Und schnell ist uns klar geworden, dass sich hinter dem Phänomen viele Fragen auftun, die sich nicht so einfach beantworten lassen. So entstand die Idee einer mehrseitigen Publikation mit dem Ziel, ein Bewusstsein für dieses komplexe Thema zu schaffen, hineinzuhören in die Lebenswelten derer, die es betrifft. Wichtig war uns dabei auch die Einschätzung von Experten und Fachstellen wie dem Forum Prävention.

Wir-noi-photos
Foto: Ian Dejaco

Als Gemeinde tragen wir Verantwortung für alle Menschen in unserer Stadt, für deren Schutz und Sicherheit, Freiheit und Wohlbefinden.
Wir haben die Aufgabe, Gestaltungs- und Entfaltungsmöglichkeiten zu schaffen, die wiederum Voraussetzung sind für gegenseitigen Respekt, Verständnis und ein gutes, gleichberechtigtes Miteinander.
Die Publikation, die Sie in Ihren Händen halten, ist ein Versuch, das Phänomen der nächtlichen Sachbeschädigung aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten, Unbequemes zu benennen, nachzudenken und zu verstehen: Warum zerstören Menschen mutwillig fremdes Eigentum? Wer sind die Menschen hinter den Dingen, die der nächtlichen Zerstörungswut ausgesetzt sind? Wie (er)leben und gestalten die Brixner Jugendlichen ihren Samstag Abend in Brixen? Wie können wir als Gemeinde und Gesellschaft handeln?

Das Ergebnis sind Einblicke in Lebenswelten, Empfindungen und Erwartungen; eine Einladung an uns alle, Verantwortung zu übernehmen für den Raum, der uns allen gehört. Es geht um ein Bewusstsein für den Wert unserer Stadt, der persönlichen Freiheit und der Dinge anderer Menschen. Aber auch um einen offenen Dialog und ein gleichberechtigtes Nebeneinander von unterschiedlichen Lebensentwürfen. Letztendlich geht es um ein Verständnis für die Lebenswelt aller Menschen in einer Gemeinschaft, die niemanden ausklammert und niemanden im Stich lässt.

Denn die Gemeinschaft - das sind wir alle. Wir. Noi. We.

 
Mittwoch, 8. November 2017

Die Stadt Brixen folgt mit der internationalen Auszeichnung „Alpenstadt des Jahres“ den Städten Tolmezzo (I/2017), Tolmin (Sl/2016) und Chamonix (F/2015)


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