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Wir wohnen ja auch hier!

Wie verbringen Brixner Jugendliche ihr Wochenende? Ein Gespräch

Arriva il weekend e per Lukas, Laura e Daniel (nomi inventati dalla redazione), come per tanti altri giovani, è ora di divertirsi e rilassarsi. Abbiamo chiesto loro in che modo i giovani trascorrono il venerdì sera e che cosa si augurerebbero per Bressanone.

Wie verbringt ihr normalerweise den Freitagabend?
Lukas: „Wir treffen uns meistens am Abend bei Daniel zuhause. Dann drehen wir die Musik auf, stellen ein Bierchen in den Kühlschrank und ratschen über das, was wir während der Woche erlebt haben. Einige von uns gehen zur Schule, andere arbeiten – da gibt’s meistens viel zu erzählen.“
Daniel: „Ich habe das Glück, bei mir daheim einen Raum zu haben, wo wir abhängen und Musik hören können. Viele haben so einen Raum nicht oder dürfen sich zuhause einfach nicht mit ihren Freunden treffen.“
Laura: “Qui si sta proprio bene insieme! Si ride, si scherza e le preoccupazioni quotidiane spariscono per un po’. La mamma di Daniel è la migliore. Lei ci capisce e ci lascia il nostro spazio. Possiamo stare qui in assoluto relax e nessuno ci rompe le scatole!”

Warum trefft ihr euch nicht in einer Bar oder irgendwo in der Stadt?
Lukas: „Natürlich könnten wir auch in einer Bar rumhängen, aber da muss man immer etwas trinken und ich will vor dem Ausgehen nicht viel Geld ausgeben.“
Daniel: „Früher waren wir oft im Postpark. Aber es nervt einfach, wenn man ständig blöd angegafft wird, nur weil man ein Bier trinkt und etwas Spaß hat.“
Laura: “È vero. A volte ci è anche capitato di essere stati segnalati dalla Polizia senza aver fatto nulla.”

E poi? Vi fermate da Daniel o come procede la serata?
Laura: “Rimaniamo a casa di Daniel fino alle 23 circa; poi si va tutti insieme al Max.”
Lukas: „Wir schalten die Musik in einer tragbaren Box an und gehen vom Weißen Turm aus über die Fischzucht zur Disko. Da ist meistens schon niemand mehr unterwegs. Höchstens ein paar andere Gruppen, die auch zum Max wollen.“
Daniel: „Die Stadt kommt einem dann echt ausgestorben vor.“

War das schon immer so?
Lukas: „Früher war‘s schon anders. Das Time Out war noch gut besucht und in den Lauben gab’s auch ein paar gute Lokale, wo wir hingegangen sind. Heute bleibt eigentlich nur noch das Max.“
Laura: “Beh, dall’altra parte della città, ci sarebbe il B52, ma non fa per noi. La musica non ci piace e in generale quello è un locale che si rivolge ad un altro tipo di pubblico rispetto a noi.”
Daniel: „Und das Absolut in der Albuingasse hat nur bis 01.00 Uhr offen.“

Il weekend lo trascorrete sempre a Bressanone?
Laura: “Ogni tanto ci organizziamo per trascorrere una serata a Bolzano o in Bassa Atesina quando suona un DJ bravo o quando c’è qualche evento particolare o semplicemente per cambiare aria. Ma spostarci altrove ci costa tempo e denaro.”
Daniel: „Im Max ist es unterschiedlich: Kann sein, dass wir einen richtig guten Abend haben, mit toller Musik und richtig guter Stimmung. Es kann aber auch sein, dass weder ein guter Act spielt, noch viel los ist. Hingehen tun wir trotzdem immer. Was sollen wir sonst auch groß machen?“
Laura: „Non possiamo non uscire; per noi è troppo importante! Non saprei nemmeno spiegare il perché, fatto sta che si incontra un sacco di gente e se ne conosce di nuova, si ride, si scherza, ci si diverte insomma.”
Lukas: „Klar kann es dann schon mal vorkommen, dass einer zu viel trinkt und es ihm dann schlecht geht. Oder man baut auch einmal Scheiß, weil man Dampf ablassen will. Aber wir gehen nicht aus, um uns nur zu besaufen.“

Was würdet ihr euch denn in Brixen wünschen?
Daniel: „Wir haben im letzten Jahr mehrere Städte in Europa besucht, da war das Nachtleben ganz anders. Es wäre viel feiner, wenn die Lokale in Brixen auch länger offen hätten. Man könnte bis in der Früh im Lokal bleiben und dann heimgehen, wenn man müde ist. Bei uns schließen sie viel zu früh. Alle werden gleichzeitig rausgeschmissen und es passiert dann logischerweise viel mehr.“
Lukas: „Meiner Meinung nach wäre es auch wichtig, dass es mehrere unterschiedliche Lokale und Diskotheken gibt. Dann gäbe es für jeden Musikgeschmack die richtige Location und Gleichgesinnte treffen auf Gleichgesinnte. Allein so vermeidet man viel Ärger.“
Daniel: „Andere Städte bieten generell mehr Möglichkeiten für Jugendliche. Was können wir hier in Brixen am Abend schon machen?“
Laura: “Nel confrontare Bressanone con altre città abbiamo notato un’altra grande differenza: la tolleranza verso le giovani generazioni. Nessuno si lamenta se stai da qualche parte in giro ad ascoltare musica bevendo una birretta. La gente è molto più aperta. Qui da noi dobbiamo sempre tenere conto di quello che vogliono gli adulti. Anche loro però non dovrebbero dimenticarsi di noi!”
Lukas: „Brixen ist ja ganz nett, und klar ist es wichtig, dass Touristen kommen und ihr Geld da lassen. Aber wir haben andere Interessen und wohnen ja schließlich auch noch hier.“

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Hauptsache gemeinsam Zeit verbringen. Aufenthaltsorte, aufgespürt und fotografiert von Ian Dejaco.

 
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