Hochspannungsleitungen werden aus dem bewohnten Gebiet verlegt

TERNA arbeitet derzeit an der Erneuerung und Modernisierung der Hochspannungsleitungen im Eisacktal.

Das Projekt entstand aus der Notwendigkeit heraus, die Stromversorgung der Bahnstrecke entlang der Brennerachse (Brenner-Basistunnel) zu optimieren.

Der Ausbau der Transportkapazität für elektrische Energie soll mit einer möglichst umweltverträglichen Führung der neuen Linien und einer umfassenden Bereinigung der obsoleten Leitungen einhergehen.

Die von Terna vorgeschlagene Lösung besteht darin, die Aufrüstung der Stromversorgung für RFI mit einem umfangreichen Plan zur Rationalisierung der Stromleitungen im Eisacktal zu verknüpfen. Dem Bau von ca. 100 km neuen und moderneren Stromleitungen steht ein Rückbau von ca. 260 km bestehenden 132-kV-Leitungen gegenüber was zahlreiche Vorteile mit sich bringt:

  • Verringerung der Belastung des Gebiets durch die elektrische Infrastruktur
  • Verringerung der genutzten Fläche
  • Möglichkeit, die neuen Leitungen in weniger problematischen Bereichen zu errichten
  • Gemeinsame Standortermittlung.

Um diese Absicht umzusetzen haben TERNA, RFI und die Autonome Provinz Bozen am 18.Juni 2018 ein Einvernehmensprotokoll unterzeichnet.

Dieses Protokoll sieht unter anderem eine umfassende Einbindung des betroffenen Territoriums vor, sowohl in der sehr frühen Phase der Trassenfindung als auch im Zuge der öffentlichen Genehmigungsverfahren (UVP).

Am 2. Juli 2019 fand im Forum Brixen das erste Open Day, der von den Projektleitern organisiert wurde, zur Vorstellung und Miteinbeziehung der Bevölkerung in das Projekt. Weitere Treffen folgten am 9. Juli in Weidbruck, am 10. Juli in Klausen und am 11. Juli in Franzensfeste.
Die Veranstaltungsreihe wurde dann am 16. Oktorber im Forum Brixen und Tils, am 15 Oktober in Ritten und am 17 Oktober in Barbian fortgesetzt.
Bürgerinnen und Bürger konnten dabei Hinweise und Vorschläge einbringen die anschließend von Terna begutachtet und wo möglich in das Projekt eingebaut hat.

Am 22. Mai 2020, nach anderthalb Jahren endete die erste Phase des partizipativen Planungsprozess, in welchem die neuen  Korridore bestimmt wurden.

Daraufhin stellte Terna dem Land, und den betroffenen Gemeinden die auf der Grundlage der Ergebnisse aus den Konzertierungsgespräche und den verschiedenen Bürgerveranstaltungen „TERNA Incontra“ im Juli und Oktober 2019 optimierten Korridore vor.

Der so entstandene Entwurf wurde dann einer strategischen Umweltprüfung (SUP) unterzogen: von 13. Juli 2020 und bis 13. September konnten Interessierte auf der Website der Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz der Autonomen Provinz Bozen in den aktuellen Unterlagen Einsicht nehmen und ihre Anmerkungen an die Dienstelle für Umweltverträglichkeitsprüfungen senden.

Auf Nachfrage beim Abteilungsdirektor der Landesagentur Flavio Ruffini sind bezugnehmend auf das Gemeindegebiet von Brixen keine weiteren Anregungen bzw. Bemerkungen eingegangen.

Der Umweltbeirat wird nun die Machbarkeitsstudie und die eingetroffenen Stellungnahmen der anderen Gemeindegebieten begutachten, bevor die Landesregierung über die Machbarkeitsstudie entscheiden wird.

 

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